Einziger Schwimmer zweimal zur Schwimm-WM

Im Winter 2006 hat der niederländische Schwimmer Michel Tielbeke an den Schwimmweltmeisterschaften der Behinderten in Durban / Südafrika teilgenommen.

Diese Berichte sind in Dezember 2006 (darauf klicken) bereits veröffentlicht.

Im letzten August 2007 durfte er bei den Schwimm-WM für Deaf auch wieder für Holland starten.


Durch Hitze hatte Michel Tielbeke starken Durst.

Dabei möchte Deafswimworld-Redakteurin Michel Tielbeke fragen, was der hörsehbehinderte Schwimmer bei zwei Schwimm-WM in je halbem Jahr erlebt hatte.

Beide Wettkämpfe hat dem 25-jährigen Schwimmer aus Raalte sehr viel Spaß gemacht, aber die Kommunikation ist bei den Deafs viel einfacher als bei Behinderten. Weil er sich mit den gehörlosen Ausländern in der internationalen Gebärdensprache verständigen konnte. Bei der Schwimm-WM der Behinderten konnte er leider nur mit seinem Niederländischen Team kommunizieren. Dabei hatte er sich auch mit dem südafrikanischen gehörlosen Schwimmer in der Gebärdensprache unterhalten.

Aber die Konkurrenten bei beiden Schwimmweltmeisterschaften sind ebenso stark.

Ob er der einzigste Hörsehbehinderte bei der Schwimm-WM in Taiwan ist, weiß er selbst nicht.

Bei den Schwimmweltmeisterschaften der Deaf hatte er überhaupt nicht erwartet, dass er den Einzug in das 200 m Lagen-Finale geschafft hatte. Er freute sich darüber besonders sehr.


Im Vorlauf über 200 m Lagen

Im Finale musste er in der Dunkelheit starten, darüber war er ein bisschen besorgt, weil er nicht so gut sehen kann. Aber dank der Flutlichtbeleuchtungen konnte er bei beiden Wenden gut sehen. Nur in der Mitte vom Wettkampfbecken aus war es etwas zu dunkel für ihn. Leider wusste er sein Zeit vom Vorlauf nicht zu verbessern.

Mit seiner jungen Niederländischen Staffelmannschaft freute er sich sehr mit einen neuen Niederländischen Rekord zu buchen, weil der bisherige Rekord aus dem Jahr 1983 in Antibes / Frankreich stand.


Die 4 x 100 m Kraul Staffel der niederländischen Herrenmannschaft:
Rolan v.d. Lugt, Giovanni den Ouden, Michel Tielbeke und Matthijs Wubbolts.

Aus seiner Erfahrung in Taipei:

Im Hotel übernachteten sie im engen Zimmer, wobei sie ihre Kleidungen auch nicht im Kleiderschrank ablegen konnten. Glückerweise konnte er wie ein Murmeltier schlafen.

Wie die deutschen Schwimmer und noch andere Schwimmer aus Europa schon gesagt hatten, fand er das Essen auch zu leicht und zu wenig. Leider sind fast alle chinesischen Nahrungsmittel im Hotel zu sehen. Wenn man mehr Essen wünscht, muss man auf eigene Kosten kaufen.

Er fand es ganz klasse, im Freibad zu schwimmen!

Obwohl es manchmal starken Regen oder Wind gab, war es für ihn kein Problem. Dennoch hatten einige Schwimmer Beschwerden. Das Wetter war dort unglaublich abwechselnd.

Sein nächstes Traumziel im Schwimmen ist ein Start an den Paralympics Beijing 2008 und Deaflympics Taipei 2009.

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