Am 8. Februar 2007 wurde der neue Film „Wir sehen voneinander“ mit 91 Minuten erst in Frankfurt gezeigt, wobei die Regisseurin Lilo Mangelsdorff auch anwesend war.
Die schöne Karte zur Erinnerung haben wir vom Kino bekommen:
Wir mussten noch die Kinokarten (mit der schönen altmodischen Kasse!) kaufen.
Leider konnten wir keinen Parkplatz finden, aber zum Glück fuhr jemand aus dem Parkplatz heraus. Da war ein Parkplatz frei für unser Auto. Wir fuhren nicht umsonst nach Frankfurt!
Im kleinen süßen Kino haben wir uns gewundert, dass es ganz anders aussieht als die anderen gewöhnlichen Kinogebäude.
Dort ist es eher mehr wie ein schönes gemütliches Cafeteria / Kneipe, ungefähr aus der Zeit vom 1960 bis 1970, mit verschiedenen Schriften auf dem Tisch.
Vor dem Film oder danach können wir uns im dunklen Cafe gemütlich unterhalten und was trinken wie zu Hause. Es lohnt auch sehr für ruhige und entspannende Leute. Dieses Gebäude war früher eine Turnhalle, es wurde zum Kino umgebaut. Dabei haben sie auch an die behinderten Menschen gedacht, da es auch spezielle, barrierefreie Anpassungen gibt.
Wir haben ein paar Bekannte wieder gesehen. Durch eine versteckte Tür konnten wir vor 18 Uhr zum Kinosaal gehen, aber wir mussten auch unsere Plätze so schnell finden, da die Plätze sehr schnell voll besetzt sind.
Der Kinoleiter hat uns die Filmemacherin Lilo Mangelsdorff kurz vorgestellt und begrüßt.
Sie gab eine kurze Erzählung über den Film, mehr mussten wir uns selbst im Film anschauen. Mit vollbesetztem Saal ging der Film mit 10 Minuten Verspätung los.
Hier möchte ich nicht so viel über den Film schreiben, da ihr besser diesen Film selbst anschaut. Aber es gibt einen kurzen Inhalt über den Film unter: www.wir-sehen-voneinander.de
Besonders finden wir das Mädchen Selina zuckersüß mit ihrem hübschen Lockenkopf. Sie beherrscht auch die süße Gebärdensprache. Auch kennen wir zahlreiche gehörlosen Mitwirkenden im Film. Ganz toll, dass sie auch mitmachen und die Chance nutzen.
Leider ging der Film zu Ende. Lilo Mangelsdorff bekam von allen Zuschauern einen kräftigen Applaus und heftigen Flatter-Händen!
Der Film ist auch sehr informativ: – Wie machen sie es alltäglich? – Ist die Gebärdensprache für Hörgeschädigten wichtig? – CI ohne Gebärdensprache? – Wie können die Gehörlosen gut hören und sprechen? – Was denken die Eltern über die gehörlose Selina? Und noch vieles mehr….
Nach dem Film konnten wir unsere Meinungen mitteilen und unseren Fragen stellen. Lilo Mangelsdorff war sehr freundlich und bereit, alles zu beantworten.
Gebärdensprachdolmetscher, Lilo Mangelsdorff und der Kinoleiter
Wie hat Lilo Mangelsdorff diese Filmidee gefunden und entwickelt? Sie liebt Musik und Tanz, dabei hatte sie zufällig vom Gebärdenchor aus Frankfurt erfahren. Dorthin wollte sie unbedingt kommen und sie fand das sehr beeindruckend und machte Kontakt mit Gehörlosen. Ihr Kontakt mit Gehörlosen wächst weiterhin. Auch hatte sie zufällig die Eltern von Selina getroffen und die Eltern waren bereit, mit ihr zusammen im Film zu arbeiten. Am Anfang musste sie Geldgeber suchen. Sie bekam Unterstutzung von der hessischen Filmförderung, durch diese Förderung konnte sie schon über 2 Jahre am Film arbeiten. Leider war das Geld dann schon ausgegeben, danach musste sie weiterhin auch auf ihre eigene Kosten am Film arbeiten. Auch hatte sie sich sehr gefreut, die Gehörlosen zu treffen und die neue und wunderschöne Sprache zu erlernen, aber es ist manchmal nicht so leicht.
Aus dem Publikum hat jemand gesagt, dass er/sie sich nicht vorstellen kann, warum die hörgeschädigte Erwachsene oft kein Cochlea Implantat (CI) möchten. Der Grund ist, dass wir zu stark visuell wahrnehmen und gewöhnlich mit oder ohne Hörgerät benutzen. Auch lieben wir die Gebärdensprache sehr, da wir unsere eigene Sprache haben.
Ich sagte auch meine Meinung über den Film, der Gebärdensprachdolmetscher übersetzte meine Meinung für das Publikum:
Ich habe mich sehr darüber gefreut, dass endlich ein solcher Film über Hörgeschädigte viele Jahre nach dem bekannten deutschen Film „Jenseits der Stille“ gedreht wurde.
Mein Motto ist: “Dieser aufklärender Film erinnert alle Hörende daran, wie die Hörgeschädigten im Alltag leben“
Uns ist auch sehr wichtig, dass die Hörenden die Gehörlosenwelt besser verstehen, wie wichtig die Gebärdensprache für Hörgeschädigte ist. Die Gebärdensprache erleichtert das Kommunizieren, da wir nicht hören können. Für die Schwerhörigen ist es etwas anderes, weil sie besser hören können. Daher folgen sie dem Lippenlesen leichter, weil sie durch die Töne und das Hören unterstützt werden.
Dieses gehörlose Mädchen Selina erinnert mich an meine zweijährige süße Nichte Demi.
Ich bekam auch zahlreichen Applaus von Hörenden. Aber Hörgeschädigte konnten mir nicht folgen, da ich von meinem Stuhl aus zum Gebärdensprachdolmetscher gebärde, und er mit Lautsprache zu Hörenden sprach. Es wäre besser, wenn 2 Gebärdensprachdolmetscher anwesend wären, einer für die Hörgeschädigten, einer für die Hörenden, aber es ist nicht so schlimm.
Zurzeit haben Selina und meine Nichte Demi das CI-Implantat. Sie können jetzt besser hören und besser sprechen, daher haben sie auch bessere Lebensqualität. Aber die Gebärdensprache bleibt trotzdem sehr wichtig. Wenn der CI-Apparat ausgeschaltet wird oder defekt ist, dann hören sie auch nichts mehr. Dann müssen sie gebärden und von den Lippen ablesen. Meine Nichte macht viele süße Gebärden, aber sie tanzt auch sehr gerne zu Musik.
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Ich habe vor ein paar Monaten den Bericht aus der niederländischen Zeitung auf dem CI-Blog von meiner Freundin veröffentlichen lassen, dort könnt ihr mehr über meine gehörlose Nichte Demi mit CI lesen.
Diesen Film hat uns sehr gut gefallen. Ich werde es jedem empfehlen, diesen Film anzuschauen.
Überall in Deutschland kann dieser Film gezeigt werden, dazu kann man mit Lilo Mangelsdorff Kontakt aufnehmen.
Mehr Infos findet ihr unter www.wir-sehen-voneinander.de Achtung: am kommenden Montag (12.02.2007) wird Lilo in Frankfurt-Höchst auch dabei sein.
Nach dem Film konnten wir uns mit der Regisseurin Lilo Mangelsdorff und “Mitwirkende im Film” Melke Menges sowie dem Zuschauer Michael Wohlfahrt fotografieren lassen.
Später kommt der Film vielleicht im Fernsehen bei 3SAT, aber zurzeit wird der Film nur im Kino gezeigt.
Wenn viele Hörende diesen Film angucken, ist es möglich, dass die Gebärdensprachkurse in Deutschland so bald wie damals voll gebucht werden. Wer weiß?