Monatsarchiv für Oktober 2007

Gehörlose als Gebärdensprachdolmetscher im TV??

Samstag, den 13. Oktober 2007

Im Sommer 2007 waren wir im Urlaub in der Hauptstadt Madrid, wo der Weltkongress „WFD“ (World Federation of the Deaf) stattgefunden hat.

Bei den Ausstellungen bekamen wir verschiedene Infos und Wahrnehmungen aus der Welt, wie es sich in verschiedenen Ländern entwickelt oder welche neuen Ideen es gibt.

Die gehörlose Tessa_Padden ihre Erzählung hat uns beeindruckt.

Sind Gehörlose als Gebärdensprachdolmetscher im Fernsehen auch möglich?

Tessa Padden aus England hatte uns erzählt, dass sie regelmäßig als Journalistin im britischen Fernsehen (Tagesschau) in BSL (Britische Gebärdensprache) übersetzt hat.

Daneben ist sie auch als Moderatorin bei See Hear (ähnlich Sehen statt Hören in Deutschland)

Wie kann man sich das vorstellen, wenn ein gehörloser Dolmetscher den gesprochenen Text von einem Journalist in die Gebärdensprache übersetzen kann?

Wir haben einen kleinen Film von Tessa Padden aufgenommen, denn sie beherrscht die internationale Gebärdensprache gut und kann uns alle informieren, wie es funktioniert.

Hier ist der Filmausschnitt von Tessa Padden.

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Viele britische Hörgeschädigte waren so begeistert, weil die gehörlosen Dolmetscher noch besser übersetzen können in eigener Muttersprache.

Die gehörlosen Dolmetscher können ihre Mimik besser zum Ausdruck bringen, und für die Hörgeschädigten ist es bequemer zu verstehen.

So gesehen haben alle Gehörlose auch eine Chance, als Gebärdensprachdolmetscher im Fernsehen eingesetzt zu werden.

Aber man muss ebenso die eigene Sprache sehr gut beherrschen, denn man muss den gesprochenen Text in die Gebärdensprache übersetzen können.

Tessa Padden über ihre Erfahrung:

Sie war sehr aufgeregt, als sie zum ersten Mal als Gebärdensprachdolmetscherin im Fernsehen in die Gebärdensprache übertragen hat.

Wenn man dann öfter übersetzt hat, kann man viel lockerer gebärden wie immer so.

Neue Erfindung: „Deaftick“

Dienstag, den 9. Oktober 2007

Deaftick ist ein Anrufsystem über das Internet.

Bisher kann man per Internet, z.B. per Chat, jemanden nicht sofort erreichen, wenn man sich mit ihm unterhalten möchte oder ihn dringend braucht.

Wofür ist es nützlich?

  • Ermüdet es Sie, ständig nach Ihrem Handy und Ihrem Computer zu schauen, der nicht in Ihrer Nähe steht?

  • Hilfe, wie erreiche ich jemanden, der im Ausland lebt?

  • Schade, dass nicht jeder ein Bildtelefon oder Schreibtelefonhat, aber eine Webcam per MSN. Aber wie anrufen?

  • Sie nutzen Ihren Telefonanschluss nur selten? Schade um die hohen Grundgebühren!

  • Ein Kollege in einem anderen Gebäude will Sie rufen, aber wie?

  • Sie sind nur zu Hause und im Garten zu erreichen? Wie denn?

  • 24 Stunden erreichbar über das Internet? Auch während des Schlafens. Wie?

Alle diese Probleme werden durch den Erwerb von DeafTick gelöst!

Vorstellung des Rückrufsystems

Ziel des Anrufsystems DeafTick ist es, den allerersten Kontakt herzustellen zwischen Ihnen und Ihrer Familie, Kollegen, Freunden und Bekannten. Statt über einen Telefonanschluss (wie z.B. der Telekom) können Sie alle Personen über das Internet anrufen.

Ziel ist es, ein Signal zu übertragen, z.B. an eine grelle LED-Anzeige, an einen Relais-Ausgang oder an einen Pieper.

Mit Hilfe von einer empfangenen Rückrufnachricht können Sie dann kommunizieren, mit welchem Programm auch immer, wie z.B. MSN, E-Mail, etc.

Sie haben die Auswahl zwischen BlueTick und USBTick.

BlueTick ist täglich 24 Stunden erreichbar,
USBTick nur, wenn der Computer eingeschaltet ist.

Weitere Informationen finden Sie auf der DeafTick-Homepage unter www.deaftick.nl

Zurzeit ist sie nur auf Niederländisch zu lesen, aber in den kommenden Monaten kommen eine deutsche und eine englische Version hinzu. Ich werde Sie noch informieren, wenn sie fertig sind.

Der gehörlose Erfinder von DeafTick heißt Erik Coenders (mein Schwager), der ursprünglich aus den Niederlanden kommt.

Mit einem Klick auf dies Bild könnt ihr euch ein interessantes Film-Interview von Erik C. anschauen.


Film-Interview

Prinzessin Maxima bei WDD in den Niederlanden

Dienstag, den 2. Oktober 2007

Prinzessin Maxima ist die Frau vom niederländischen Kronprinz Willem Alexander.

Am 22. September 2007 besuchte Prinzessin Maxima am internationalen Tag der Gehörlosen in Eindhoven. Die Niederländer nennen das „WERELDDOVENDAG = WDD“.
Der Tag der Gehörlosen ist ein internationaler Gedenktag, der immer am letzten Sonntag im September stattfindet. In den Niederlanden veranstalten sie jährlich am dritten Samstag im September.

Dieses Jahr hatten sie das Thema „KLEURRIJK“ genannt. Auf Deutsch übersetzt: Farbenreich.

Weil das Farbenreiche und die reichhaltige, lebendige Kommunikation offensichtlich zusammengehören (gesprochenes Holländisch / Holländische Gebärdensprache / Taktile Gebärdensprache und Holländisch mit Gebärden, ihr Sport und Unterhaltung, ihre freie Zeit, ihre Kunst und gehörlose Kultur).

Sie wollten am letzten Wochenende groß feiern, weil jeder zu dieser farbigen Familie gehört und jeder hat eine Farbe innerhalb der Gehörlosenwelt.

Prinzessin Maxima hatte auch ihre eigene Namensgebärde gezeigt.

Ich als Tante von Demi schwellte vor Stolz auf, weil Prinzessin Maxima mein süßes Nichtchen gestreichelt hatte. Dazu sagte sie zu meiner Nichte: „Du bist so lieb!“

In der regionalen Zeitung der Gelderlander (meine ehemalige Heimat) stehen meine Schwester und mein Schwager im Hintergrund sogar mit drauf.

Ursprünglich wollte ich dorthin fahren, aber ich musste leider darauf verzichten. Denn meine Ausbildung ist leider verbindlich.

Mehr Neues auf Niederländisch findet ihr unter www.werelddovendag.nl